FEMNET - Fair-Schnitt
Verletzte Menschenrechte
Mit "Fair-Schnitt" will FEMNET e.V. auf menschenunwürdige Arbeitsbedingungen in der Textilbranche aufmerksam machen und Alternativen aufzeigen. Obwohl die international tätigen Textilunternehmen große Gewinne machen, bekommen die von ihnen beschäftigten Näherinnen für harte Akkordarbeit oft nur einen Hungerlohn. Eine Näherin in Südostasien erhält für ihre Arbeit lediglich 0,5 bis 1 Prozent des Preises zu dem ein T-Shirt in deutschen Geschäften verkauft wird. Unbezahlte Überstunden sind dabei genauso an der Tagesordnung wie Diskriminierung und schlechte Arbeitsbedingungen.
Schlechte Ökobilanz
Neben der sozialen ist auch die Ökobilanz von Textilien schlecht. Die Ausweitung der Baumwollproduktion schädigt Mensch und Umwelt durch massiven Pestizid- und Wassereinsatz. In der Weiterverarbeitung führen das Färben oder Verfahren wie Sandstrahlen von Jeans bei den Arbeiterinnen und Arbeitern zu ernsthaften Gesundheitsproblemen.
Studieren für eine sozialgerechte Modeindustrie
Mit "Fair-Schnitt" will FEMNET e.V. auf die negativen Aspekte der Branche aufmerksam machen und Alternativen aufzeigen. Themen wie soziale Rechte von Näherinnen in Zulieferbetrieben, Verhaltenskodizes von Unternehmen, Sozial- und Umweltstandards in der Wertschöpfungskette sollen Bestandteil von modebezogenen Studien- und Ausbildungsgängen werden.
Dazu möchte FEMNET e.V. mit Studierenden und Lehrenden zusammen arbeiten, um innovative Projekte zu entwickeln, und um ein Handbuch mit Unterrichtseinheiten zu Themen wie Design, Business und Marketing zu erstellen.

